Nachgefragt bei Karolina Landowski , Schuhkurier

Als eine der ersten Absolventinnen des Fachs Modejournalismus / Medienkommunikation an der AMD hat es Karolina Landowski weit gebracht. Sie arbeitet für den Sterneverlag, zum einen als stellvertretende Chefredakteurin des „Step Fashion“-Magazins und ist dazu noch an den Magazinen „Schuhkurier“, „I love shoes“, „STEP Kids“ und „Lederwaren Report“ beteiligt. Für diese Magazine reist sie von Messe zu Messe, spricht mit internationalen Markenvertretern und weiß immer, was gerade der Trend in der Schuhwelt ist. Im Interview erzählt sie, wie gute PR für sie aussehen sollte, was die meisten PR-Angestellten falsch machen und in wie fern Social Media für ihre Arbeit eine Rolle spielt.

Wie entscheiden Sie welche Stories im Heft veröffentlicht werden?
Dazu schauen wir uns die eingegangenen Pressemitteilungen genau an und entscheiden dann danach, was aktuell interessant ist und auch unsere Leser anspricht. Ansonsten hält unser Team auf Messen und bei Terminen natürlich immer Ohren und Augen offen, um Ideen für Reportagen und Interviews zu sammeln, die vielleicht neue oder auch noch recht unbekannte Aspekte aufgreifen.

Wie recherchieren Sie Ihre Themen?
Wir arbeiten hauptsächlich mit direkter Recherche. Das bedeutet, dass wir immer bei den jeweiligen Ansprechpartnern der Marken persönlich anrufen, um an Informationen zu gelangen. Oft kommt es aber auch vor, dass wir direkt Vorort, das heißt an Events oder Messen, mit Verantwortlichen von Unternehmen sprechen. Das Internet benutzen wir zwar als Recherchemittel, prüfen Informationen, die wir dort finden, aber immer noch einmal nach. Natürlich hilft und das Netz auch bei Ideenfindungen.

Gibt es Stories oder Themen, mit denen sich ein Heft besser verkauft?
Es gibt keine bestimmten Stories oder Themen, mit denen sich das Magazin besser verkauft. Aber wir versuchen natürlich, durch exklusive Stories und Interviews unseren Lesern Informationen zu bieten, die sie nicht anderswo bekommen. Da unser Fachmagazin nur als Abonnement erhältlich ist, sind wir glücklicherweise in der Position, dass wir einzelne Hefte nicht durch Schlagzeilen verkaufen müssen. Wir legen bei aktuellen News aber sehr großen Wert darauf, die Ersten zu sein, die das Thema genauer unter die Lupe nehmen. Und durch unsere wöchentliche Erscheinungsweise gelingt das auch meistens.

Nehmen beispielsweise Anzeigenkunden Einfluss auf Themen im Heft?
Natürlich versuchen wir unsere Anzeigenkunden in einem gewissen Maße zu berücksichtigen. Wenn wir Fotoshootings oder Styleseiten im Magazin planen, werden Anzeigenkunden nach passenden Teilen aus ihrer aktuellen Kollektion gefragt. Aber dass sie direkten Einfluss auf Themen im Heft haben, ist nicht der Fall.

Was sollten PR-Verantwortliche lieber sein lassen, weil es nervt?
Was leider ständig vorkommt und wirklich eine nervige Angelegenheit ist, wenn man mehrfach von einer Agentur angerufen und gefragt wird, ob ihre Pressemitteilung bei uns angekommen ist und wann wir eine Veröffentlichung planen. Besonders weil wir jede Woche stapelweise Pressemitteilungen im Briefkasten haben.

Fällt Ihnen eine besondere PR-Panne ein?
Eine besondere Panne nicht, aber was leider immer wieder passiert ist, Pressemitteilungen wieder zurückgerufen werden, weil sie fehlerhaft oder noch nicht vollständig genehmigt waren. Oft kommt auch vor, dass Pressemitteilungen an uns geschickt werden, die namentlich an unsere Mitbewerber adressiert sind. Das nehmen wir mit sehr viel Humor, aber es wirft einfach ein schlechtes Licht auf die jeweilige PR-Agentur, die ihren Verteiler wohl nicht im Griff hat.

Wie sollten Pressemitteilungen für Sie aufgebaut sein?
Mir gefallen natürlich ganz klassische Pressemitteilungen. Das heißt eine Mappe mit Pressetext und CD. CD ganz bewusst, da man diese viel besser archivieren und einsortieren kann als USB-Sticks, und sie meistens eine Booklet mit praktischer Bildübersicht haben. Mittlerweile werden Pressemitteilungen immer kreativer oder werden mit Give-aways ausgestattet. Das ist zwar sehr nett und eine schöne Abwechslung, jedoch nimmt es keinen Einfluss auf unsere Themenfindung. Insgesamt werden mehr und mehr Pressemitteilungen mit  Download-Link per E-Mail herausgeschickt. Das schätze ich sehr, denn sind einfach viel umweltfreundlicher und ersparen uns den Papierkram auf unseren Schreibtischen.

Machen Sie selbst Werbung und/oder PR für ihr Magazin?
Nein, nicht direkt. Klar, sind wir auf Messen mit Ständen und Plakaten vertreten oder machen Werbung für andere Magazine unseres Verlages in unserem Heft. Aber dass wir selbst Anzeigen in der Publikumspresse oder anderen Magazinen schalten ist nicht der Fall.

Nutzen Sie Social Media Tools für Ihre Arbeit?
Ja, wir sind auf Facebook und Twitter zu finden. Da versuchen wir mindestens vier Mal täglich Beiträge zu posten. Darunter sind aktuelle News, Infos zu unserer aktuellen Ausgabe und Umfragen. Mehrmals Mal im Jahr veranstalten wir dann über diese Seiten Verlosungen.

Würden Sie sagen, dass Social Media in den letzten Jahren ein Grundbaustein für PR geworden ist und ist PR ohne Social Media überhaupt noch möglich?
Social Media ist für PR und Werbung auf jeden Fall eine große Hilfe. Besonders um Produkte und Events zu vermarkten ist Social Media ein sehr wichtiges Medium geworden. Für Fachmagazine, wie unseres, ist Social Media dagegen nicht elementar wichtig, denn wir sind den Themen inhaltlich ein Jahr voraus. Wir nutzen unsere Facebook-, und Twitter Acounts hauptsächlich zur Leserpflege. Das Internet ist an sich schon überfüllt von Informationen, dass für uns Social Media ein unterhaltsames i-Tüpfelchen für unsere Arbeit ist.

Nachgefragt bei Ole Mlodzian, Maxi

Ole Mlodzian, Maxi

Das Credo „Mit Humor klappt alles besser“ begleitet Ole Mlodzian durchs Leben. Nach seiner Ausbildung zum Schauwerbegestalter besuchte er eine Fachoberschule für Grafik und Gestaltung – woraufhin aufregende Stationen bei H&M und der Männerzeitschrift „Men´s Health“ auf ihn warteten. Der 42-jährige ist mittlerweile als Moderedakteur des Modemagazins „Maxi“ tätig. Wir haben nachgefragt und spannendes erfahren.

Wie entscheiden Sie, welche Produkte in der Maxi veröffentlich werden?
Ich überlege als erstes welche Teile für eine bestimmte Geschichte oder Trend (Modeproduktion/ Freistellerseiten etc.) in Frage kommen. Wichtig ist eine gute Mischung an Marken, Labels und Verkaufspreisen. Und zum Teil ist es natürlich auch eine wirtschaftliche Entscheidung.

Uns woher wissen Sie, welchen Geschmack Ihre Lesern haben?
Ich kenne unsere Zielgruppe: das Alter, die Interessen, sowie das durchschnittliche Einkommen und arbeite dementsprechend.

Interessieren Sie sich auch für Veröffentlichungen in anderen Medien?
Wenn ich Modeproduktionen plane, dann lasse ich mich ab und zu durch internationale Publikumsmagazine der vergangenen Jahre inspirieren.

Lesen Sie die Fachpresse wie zum Beispiel die Textilwirtschaft um sich zu informieren?
Nein.

Was sollte ein PR-Verantwortlicher besser nicht tun, weil es störend ist?
Ein allzu penetrantes Auftreten, plumpe Vertraulichkeit oder der Versuch Druck auf mich auszuüben empfinde ich als Störung.

Und was hingegen ist ein guter Service? Der dann auch die Wahrscheinlichkeit eines Abdrucks erhöht?
Die Zusendung aktueller Presseunterlagen, News und Freistellerfotos, sowie ein professionelles Reagieren bei Nachfragen.

Was nutzen Sie für Ihre Arbeit am Intensivsten: a) Gedruckte Lookbooks und Pressemappen b) Emails mit Anhang c) Den Pressebereich auf Websites der Unternehmen?
Gedruckte Lookbooks und unser redaktionsinternes Archiv mit dem Bildmaterial der jeweiligen Saison. Das Archiv erstellen wir mit den Freistellerfotos die uns von den PR-Agenturen zugeschickt werden.

Nutzen Sie Social Media-Tools für Ihre Arbeit? Falls ja, welche wären das?
Nein! Ich bin ganz old school! Twitter & Co. sind für mich nicht wichtig.

Ist Ihnen im Laufe Ihrer Karriere eine Veränderung der Branche aufgefallen – in Bezug auf das Verhältnis von Medien zu Pressestellen?
Nein, nicht wirklich. Nach wie vor herrscht ein reger Austausch mit den PR-Agenturen. Mit der einen Agentur mehr, mit anderen weniger.

Wie wichtig schätzen Sie Ihr Medium Maxi für die Beziehung zu PR Agenturen ein?
Sehr hoch. Die „Maxi“ hat eine große Reichweite und eine Mode aufgeschlossene Leserschaft.

Wie wichtig ist eine persönliche Beziehung zu den PR-Verantwortlichen für Ihre Arbeit?
Ein persönlicher Umgang macht das arbeiten auf jeden Fall angenehmer.

Jana Windoffer bloggt sehr erfolgreich auf bekleidet.net

Jana Windoffer ist 23, modeverrückt, ein Fototalent und besitzt großes Potential als Layouterin. Neben dem bloggen studierte sie Landschaftsarchitektur in Osnabrück und wohnt jetzt in Münster, außerdem reist sie gerne, trifft sich mit anderen Bloggern und bloggt auf bekleidet.net über Dinge, die sie interessieren und über die sie selbst gerne lesen würde. Ihr Blog gehört zu den 30 einflussreichsten Blogs Deutschlands, über fünftausend regelmäßige Leser verfolgen Jana Windoffers Bloggeralltag. Auf bekleidet.net bloggt sie über Mode und führt ein Stylediary mit regelmäßigen Outfitposts.

Wie ist deine Entwicklung zur Bloggerin verlaufen?
Bevor ich mit dem Bloggen angefangen habe, war ich schon in einigen Modeforen aktiv und hatte dort schon eine feste Leserschaft. Durch die Foren habe ich verschiedene Blogs kennen gelernt und im Juli 2009 in den Semesterferien zum Spaß einen Blog gegründet, dass der Blog so schnell, so erfolgreich wurde hat mich jedoch überrascht. Die richtige Erwähnung von den richtigen Leuten zur richtigen Zeit und das intelligente Nutzen von Social Media wie Facebook und Twitter haben dazu beigetragen den Blog bekannt zu machen.

Wie sieht dein Bloggeralltag aus?
Im Moment blogge ich vermehrt alle ein bis zwei Tage, da meine Bachelor-Thesis fertig ist und ich nun ein paar Monate Zeit habe. Zur Zeit reise ich auch viel und besuche mehr Events als in der Vergangenheit. Aber die meiste Zeit geht für das Beantworten von E-Mails drauf.

Seit wann kooperierst du mit Modefirmen oder PR-Agenturen?
Ungefähr eine Jahr nachdem ich den Blog gestartet hatte kamen erste Anfragen, die sich auf kleinere Kooperationen beschränkten. Da ich wenig Erfahrung in der Branche hatte, musste ich mich erst reinarbeiten, wie viel man für einen Post überhaupt verlangen kann. Mittlerweile bekomme ich täglich mehrere Anfragen, von denen ich einen kleinen Teil auswähle, der gut zu mir und meinem Blog passt. Aber nur bei 30% kommt dann auch tatsächlich eine Zusammenarbeit zu Stande.

Liest du auch selber Blogs?
Ich schaue öfters bei Blogs von Bekannten oder Freunden rein. Außerdem mag ich Blogs von Leuten die gut schreiben können und eine persönliche Note mit einbringen. Natürlich mag ich auch Modeblogs mit guten Fotos.

Bist du bei der Themenwahl bestechlich?
Wenn mir Firmen etwas schenken, dann ist das deren freie Entscheidung. In den seltensten Fällen berichte ich dann darüber. Manchmal bekomme ich auch Gutscheine von Onlineshops zugeschickt. Wenn mir die Sachen gefallen bestelle ich etwas. Darüber berichte ich dann schon, da ich mir die Sachen selber ausgesucht habe. Ich würde aber für kein Geld der Welt über etwas schreiben was ich grauenhaft finde. Ich würde mich im Vergleich zu anderen Blogs schon als eine wählerische Bloggerin bezeichnen. Neulich habe ich etwas Negatives über ein bekanntes Modelabel geschrieben und bekam sofort einen Anruf ich solle das lassen, sonst würde ich nie wieder eine Kooperation mit einer Modefirma bekommen. Aber ich habe lieber nie wieder eine Kooperation, als mir meine Meinung verbieten zu lassen.

Nach welchen Kriterien suchst du die Produkte oder Themen für deinen Blog aus?
Grundsätzlich kann das alles sein, was mir gefällt. Natürlich sollte es schon ein wenig mit Mode zu tun haben und zu mir und meinen Lesern passen.

Wie reagierst du auf „Bloggermädchen“-Vorurteile?
In letzter Zeit gab es weniger negative Reaktionen als noch vor einigen Monaten. Allerdings regen sich andere Blogger, die sehr lange und auch kritische Texte schreiben hin und wieder darüber auf, dass ich mit meinem Hauptanteil an Fotos mehr Resonanz bekomme als sie. Aber solange es die Leser interessiert werde ich mich deswegen nicht schlecht fühlen und habe eine Daseinsberechtigung.

 Hast du Vorurteile anderen Bloggern gegenüber?
Ich habe durchs bloggen sehr viele liebe Menschen kennen gelernt und ins Herz geschlossen. Negative Erfahrungen habe ich kaum gemacht.

Wann würdest du aufhören zu bloggen?
Wenn es mir keine Freude mehr bereiten würde und eher Last als Vergnügen ist. Jedoch sehe ich zur Zeit dafür keinen Grund.

Was stört dich grundlegend an der Mode – und Bloggerwelt?
Die Modebranche ist sehr oberflächlich, du wirst nur daran gemessen welche Leistung du bringst, wenn du nicht lohnst wirst du schnell ausgetauscht. Außerdem sind Praktika in der Branche oft unbezahlt, was in meinen Augen ein Unding ist.

Könntest du dir vorstellen als Journalistin zu arbeiten?
Wahrscheinlich eher nicht, zumindest nicht als Journalistin im klassischen Sinne.

Kannst du dir vorstellen deinen Blog an einen großen Verlag zu verkaufen?
Da wäre ich sehr skeptisch. Ich müsste weiterhin als alleinige Bloggerin Texte verfassen können und Freiheit darüber haben, über was ich schreibe.

Alexander Radermacher: So organisiert man eine Fashionshow

Alexander Radermacher, Fashion Consultant bei Igedo

Eine Fashionshow ist wohl eines bekanntesten Imagetools in der Modebranche. Wir sprachen mit Alexander Radermacher, Fashion Consultant bei der Igedo Company. Er organisiert Fashionshows bei der Schuhmesse GDS und erzählt von der Planung und typischen Problemen.

Was ist der optimale Rahmen für eine Fashionshow? Unabhängig organisierte Shows, Messen oder ein kollektiver Rahmen, wie die Mercedes Benz Fashion Week? 
Hier muss man abwägen. Eine Fashionshow im Rahmen einer Messe hat vor allem ein Hauptziel: Ordern. Schauen während Fashionshows sind in erster Linie ein Imagetool. Das zeigt sich schon daran, welche Stücke am Ende im Verkauf landen. Einkäufer können jedes Teil auf dem Laufsteg einer Messe kaufen, während Kollektionen, die auf Fashionweeks präsentiert werden, oftmals nur zu einem kleinen Teil im Verkauf landen.

Und was spricht für bzw. gegen diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen?
Grundsätzlich erzeugt eine Fashionshow natürlich Aufmerksamkeit – egal ob auf einer Messe oder auf einer Fashionweek. Doch gerade im Rahmen einer Messer hat sie oft auch den Vorteil, dass die Kollektionen lebendiger vorgeführt werden. Silhouetten, Schnitte und Formen kommen so natürlich immer viel besser zur Geltung als am Kleiderständer. Das fördert natürlich auch den Orderwunsch der Kunden.

Wie viel Zeit nimmt die Planung einer Fashionshow in Anspruch?
Die reine Organisation nimmt natürlich sehr viel Zeit in Anspruch. Bei der GDS zum Beispiel, die im September stattfindet, beginnen in der Regel Anfang Juni mit ersten Anfragen. Die Überlegungen beginnen natürlich schon viel früher.

Wie viele Leute arbeiten daran?
Unser Team besteht aus vier Mitarbeitern. Mit Aushilfen sind wir dann meistens zu sechst. Das betrifft aber nur die reine Organisation. Mit Technik, Haare/Make-Up usw. sind es etwa 50 Personen.

Welche Aufgabenbereiche gibt es für diese 50 Personen?
In erster Linie gibt es das Team „Mode“. Hier suchen wir Designer und Marken, die wir uns in einer solchen Fashionshow vorstellen können. Dann gibt es natürlich den großen Bereich Technik, zu dem Musik, Licht, Bühnenbau gehören. Der Bereich Organisation umfasst die Budgetverwaltung, Backstage, den Showablauf oder natürlich Brandschutz.

Welche Faktoren während der Organisation sind schwer zu kontrollieren bzw. gehen häufig schief?
Was eigentlich immer schief geht und unheimlich schwer zu kontrollieren ist, ist der Bereich „Haare/Make-Up“. Wir machen uns natürlich immer viele Gedanken im Vorfeld, wählen danach auch immer die Models aus. Doch irgendwas passiert immer. Man bereitet sich quasi schon auf solche Pannen vor und hält beide Augen offen.
Bei der GDS beispielsweise haben wir eigentlich immer Probleme mit den Schuhgrößen. Es handelt sich dabei ja um Mustermodelle, die immer in Größe 37 hergestellt werden. Dass nicht jedes Model in Schuhgröße 37 hineinpasst, kann man sich ja vorstellen. Das macht natürlich dann ziemliche Probleme, wenn man gewisse Modelle in der Show haben möchte beziehungsweise muss und man einfach kein Model findet, dass darin laufen kann.

Einige Designer haben konkrete Vorstellungen von ihrer Show. Wie sehr erschwert das die Organisation?
Das ist natürlich immer in erster Linie eine Frage des Geldes. Da besondere Vorstellungen auch immer mit Mehraufwand und oft auch höheren Kosten verbunden sind. Zu solchen Vorstellungen kommt es gerade bei der Messe aber eher selten, da viele Designer von uns an die Hand genommen werden wollen.Die meisten unter ihnen haben nämlich nicht so viel Erfahrungen mit Shows.

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Wie hoch sind die Kosten für eine Fashionshow? Wie unterscheiden sich die Kosten auch durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen?
Das ist sehr schwierig zu verallgemeinern. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass eine Fashionshow immer Non-Profit.

Und warum macht man überhaupt eine?
Wie gesagt, es handelt sich in erster Linie um ein reines Imagetool. Marketing- und PR-Abteilungen beispielsweise freuen sich immer über die Bilder einer Fashionshow. Wie schon gesagt präsentiert so eine Show die Mode nochmal ganz anders und fördert auch den Umsatz der Designer, sowie ihren Bekanntheitsgrad.

Wie wichtig sind Kooperationen oder Sponsoren?
Das ist immer ein sehr hoher Kostenpunkt, der uns erspart bleibt. Haare und Makeup werden in der Regel immer gesponsert. Genauso wie das Catering, wenn es eins gibt. Das hilft uns sehr und ermöglicht uns auch oft erst, eine Show umzusetzen.

Aufmerksamkeit soll häufig durch Prominente erzeugt werden. Was spricht dafür, was dagegen dieser Strategie zu folgen? Trifft das ihre Zielgruppe?
Das muss man sehr differenziert betrachten. Auf der einen Seite locken Prominente natürlich immer die Aufmerksamkeit auf eine Messe oder eben die Fashionshow. So berichten gerne auch die Tagespresse oder einige Publikumszeitschriften. Auf der anderen Seite haben wir eine andere Zielgruppe. Uns geht es natürlich eher um die Fachpresse oder die Einkäufer. Trotzdem darf man den Endverbraucher nicht ganz vergessen. Immerhin trägt er am Ende die gezeigte Mode.

Fashion PR in der Tagespresse

Bei dem Begriff Fashion PR denkt die Mehrheit an die großen Modemagazine wie Vogue, Elle oder aber auch an eine freundin. Opulent und fabelhaft inszenierte Fotostrecken oder Stylingtipps mit Freistellern. Fashion PR ist überall in den Modemagazinen zu finden. Kaum einer denkt aber an die Tagespresse. Auch über Tageszeitungen wie die Süddeutsche, Welt und FAZ erreichen Fashion PRler eine große Reichweite. Allerdings muss man sich an die eigenen Gesetze und Regeln der Tageszeitungen richten. Fünf Beispiele wie und worüber die Tagespresse berichten:

Eine Shoperöffnung zieht meistens Stars und Sternchen an. So wie auch die Eröffnung des Philipp Plein Shops auf der Königsallee in Düsseldorf. Internationale Stars, Sportler und Blogger waren anwesend, um die Eröffnung zu feiern. Mit dem Titel „Promiauflauf am Sevens auf der Kö – Philipp Plein öffnet seine Pforten“ berichtet die Rheinische Post über den Event auf der Luxuseinkaufsmeile in Düsseldorf. Über die Mode wird dabei kaum gesprochen. In diesem Artikel steht folgende Frage im Mittelpunkt: „Wer war da?“

Doch seit Mode nicht nur ein Phänomen, sondern ein ständiger Begleiter in unserer heutigen Gesellschaft ist, berichtet auch die Tagespresse über aktuelle Kollektionen und Trends. Besonders Modejournalist Alfons Kaiser ist bekannt für sein kritisches Modeauge, das er regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter Beweis stellt. Unter dem Titel „Kindheitsschnittmuster“ beschreibt und kommentiert er die aktuelle Herbst/ Winter 2013 Kollektion von Wolfgang Joops Linie Wunderkind. Auch Laufstegbilder der Sauvage-Kollektion ist auf der FAZ Onlineseite zu sehen.

Klassisch werden auch Interviews mit Designern anlässlich einer neuen Kollektion, Launchs oder wie in diesem Fall einer Kooperation mit der schwedischen Modemarke H&M geführt. Seit 2004 bringt H&M regelmäßig eine Kollektion in Kooperationen mit Designern heraus. 2012 war es die italienische Luxusmarke Marni. Die Zeitung „Die Welt“ stellte hierzu das kurze Interview „Das Modelabel Marni wird zum Luxusschnäppchen“ mit Marni Chefdesignerin Castiglioni online. Man stellte die Frage, warum sich ein Luxuslabel wie Marni für eine Kooperation mit H&M entscheidet. Ein sehr positives Interview, in der Castiglioni die Marke H&M hoch lobt und die Zusammenarbeit sehr schätzt. Auch Kampagnenbilder der Marni for H&M Kollektion wurde in das Interview eingebunden.

Ein sehr schönes Beispiel der Zusammenarbeit von PR und Tagespresse ist ein Artikel der Zeitung „Die Welt“ mit dem Titel „Taschen aus Turnmatten“. Ein Unternehmens-Portrait über die Duisburger Taschenmarke Zirkeltraining des Designers Bernd Dörr. Sehr atmosphärisch und informativ beschreibt der Autor den Werdegang des Designers, der mit der innovativen Idee Taschen aus altem Leder von Turnmatten für Furore sorgte. Dabei steht das Unternehmen bzw. die Marke im Vordergrund ohne den journalistischen Charakter eines Artikels der Tageszeitung aus den Augen zu verlieren.

Zuletzt ein interessanter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung. Man berichtet über das Comeback des Münchner Taschenlabels MCM in die europäische Modewelt. Das Label MCM hatte zuletzt in Deutschland einen sehr negativen Image, bevor es endgültig in Vergessenheit geraten war. Doch nun hat MCM seinen Comeback geschafft. Nur wie? Dieser Frage geht der Autor der Süddeutschen auf den Grund. Unter dem Titel „Comeback der Taschenmarke – Aääh, mach das weg!!!“ stellt die Süddeutsche 7 Regeln fest für ein gelungenes Comeback. Eine amüsanter Artikel, der den trockenen Inhalt mit sarkastischen und kritischem Schreibstil aufbricht.

Man erkennt: Fashion PR in der Tagespresse ist durchaus möglich. Doch man benötigt immer einen tagesaktuellen Aufhänger, wie eine Shoperöffnung, Launch einer neuen Kollektion oder neue Trends. Um PR in der Tagespresse zu betreiben, muss der PR-ler also die Sprache der Tagespresse sprechen und sich den Regeln unterordnen.

Pleiten, Pech und Pannen

Es hätte der perfekte Medienauftritt werden können. Was dann allerdings passierte, war so nicht geplant:  Wutausbrüche, unvorhersehbare Situationen und besonders pfiffige Moderatoren. Wir haben das Archiv durchforstet und fünf Negativ-Beispiele für missratene Interviews und TV-Statements herausgesucht.

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„Top, das „Wort“ gilt – und zwar das, des Karl Lagerfelds. Denn im Dezember vergangenen Jahres machte er seinem Ruf als „verwirrter Modezar“ mal wieder alle Ehre. Des Öfteren fiel er bereits durch seine verwirrten Überheblichkeiten auf. Einen seiner wohl größten Fauxpas leistete er sich jedoch auf Thomas Gottschalks Couch. Modeschöpfer Karl scheint den Überblick über seine unzähligen Kollektionen verloren zu haben. Und während Gottschalk ihn auf seine neueste Kollektionen im Hause Breuninger anspricht, weiß Lagerfeld wohl nicht so recht wovon dieser spricht:  „Was? Breuninger? Kenn ich nicht, ich kenne nur Karl, also meinen Namen. Breuninger? Ich starte bald drei Modelinien (…) Kann sein, dass eins Breuninger ist.“ Nicht nur das Publikum brachte er mit dieser Spitze zum Lachen, auch seinem Sitznachbarn Günther Jauch trieb es für einen kurzen Moment das Schmunzeln ins Gesicht. „Wetten Dass…?“-Profi  „Thommy“ ließ diesen Kommentar schnell fallen und Breuninger selbst begegnete dem Vorfall recht gelassen: „Wir haben auch geschmunzelt, aber wer den Meister kennt, weiß, dass er zu später Stunde zu Scherzen aufgelegt ist.“

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Sie ist für ihr Temperament bekannt – für ihre Wutausbrüche und ihre Zickereien. Und jetzt hat sie wieder zugeschlagen. Im April 2010 rastete Naomi Campbell vor laufenden Kameras aus. Eine ungewollte Frage und schon sieht das Supermodel rot. 1997 soll Campbell einen Diamanten geschenkt bekommen haben, an dem Blut von afrikanischen Bürgerkriegsopfern klebt – ein illegales Schmuckstück. Als sie schließlich in der „ABC News“ Show darauf angesprochen wird, verlässt Naomi  rasch den Raum und schlägt wütend auf eine Kamera ein. Bereits zuvor attackierte die „Superzicke“ ein Dienstmädchen mit ihrem Handy und griff an Bord eines Flugzeuges einen Polizisten an. Und auch dieser Ausraster ist mal wieder ein Gewaltausbrauch par excellence.

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Auf der Flucht scheint auch dieser Herr zu sein. Eigentlich für seine ruhige und sachliche Art bekannt, suchte auch Finanzvermittler Mario Ohoven in einer Pressekonferenz das Weite. Eigentlich sollte er lediglich einen Forderungskatalog seines Verbandes vorstellen. Mangelnder Vorbereitung zufolge, blickte er bereits während des gesamten Interviews auf seine Uhr. Letztlich brach er das Interview auf der Stelle ab und verließ mit den Worten „Ich muss weg!“ den Raum. Von Stefan Raab parodiert, ist dieser Satz auch noch heute ein gelungener Comedy-Einspieler.

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Mit dem Alter reift man an Erfahrungen. Vor allem auf Chiara Ohoven trifft dieser Satz zu. Denn noch  vor zehn Jahren riskierte sie im wahrsten Sinne des Wortes eine extrem dicke Lippe. Und heute zeigt sie zumindest ein wenig Reue. Schon immer träumte das Society-Girl von größeren Lippen. Zunächst ließ sie sich diese von einem Schönheitschirurgen aufspritzen, was ihr letztlich aber nicht genügte. So kaufte sie sich schließlich eine Spritze mit Hyaluronsäure und half selbst ein wenig nach. Verraten hat sie dies bis dato Niemandem. Brauchte sie auch nicht, denn ihre neuen „Schlauchbootlippen“ waren für Jedermann unübersehbar. Doch Chiara wehrte sich vehement gegen den Vorwurf einer Schönheitsoperation. Heute, einige Jahre später, gibt sie zumindest zu, nachgeholfen zu haben.

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Jede Frau liebt sie: Blumen. Nur eine nicht, nämlich Madonna. Zumindest Hortensien kann sie auf den Tod nicht ausstehen. Und das, obwohl ihr vor knapp einem Jahr ein Fan genau mit dieser Blume eine Freude bereiten wollte. Bei einer Pressekonferenz bei den Filmfestspielen in Venedig schenkte ihr der junge Mann eine große, lila Hortensie. Wie sich das gehört, bedankte sich die Pop-Queen, verdrehte aber noch im selben Moment die Augen, um schließlich ihr Geschenk zu verschmähen: „Ich hasse Hortensien. Offensichtlich weiß er das nicht.“ Was Madonna wohl nicht wusste, dass das Mikrofon die ganze Zeit angeschaltet und ihr Kommentar so für jeden hörbar war. Die Diva reagierte auf ihren Fauxpas und drehte ein eigenes Hortensienvideo in Stummfilmformat. Wer allerdings eine Entschuldigung erwartet, der irrt. Drückt sie im ersten Teil des Filmes die verhassten Blumen noch an ihre Brust, schleudert sie diese nach 30 Sekunden auf den Boden und tritt auf ihnen herum. Dabei macht sie deutlich, dass sie „Hortensien immer hassen wird“. Eine Gegenreaktion, die nur wenig Anhänger, aber viele kritische Stimmen mit sich brachte.

„Viele Firmen betreiben Greenwashing“

Sie schmückt sich nicht mit Nachhaltigkeit, weil es „ein angesagter ,Lifestyleʻ ist“, Asmona Logan wurde mit dem Nachhaltigkeitsgedanken großgezogen. Während des  Modejournalismus/ Medienmarketing-Studium an der Akademie für Mode und Design in Hamburg arbeitete sie als freie Stylistin für Magazine wie „Men’s Health“ und „Modern Living“. Nach dem Abschluß zog sie nach München und arbeitete dort fast 5 Jahre als Mode- und Beautyredakteurin bei FHM/ FHM Collections. Danach folgten Stationen bei der Bread & Butter Berlin, der Zeitschrift Vital und dem Weight Watchers Magazin. Seit Anfang 2009 beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema Bloggen und startete ihren Blog www.greendelicious.de, nachdem sie vergeblich versucht hatte, mehr „Grüne“ Themen in ihrem Job unterzubringen. Mit Greendelicious möchte Asmona den Lesern nachhaltigere Alternativen anbieten.

Wie kamen Sie das erste Mal mit dem Thema Nachhaltigkeit in Berührung?
Mit Nachhaltigkeit bin ich aufgewachsen. Wenn Dinge kaputt gingen, wurden sie von meinem Großvater im Keller an der Werkbank repariert. Undenkbar, dass ein Koffer weggeworfen wurde, nur weil der Henkel gerissen war. Der Henkel wurde ersetzt und der Koffer noch Jahre später gebraucht. Wenn selbstgestrickte Socken und Pullis zu klein wurden, hat meine Oma ein Stück drangestrickt, damit die Sachen wieder getragen werden konnten. Bekam eine Hose am Knie ein Loch, wurde ein Flicken draufgenäht. Bei allen Produkten wurde zuerst auf die Qualität und dann auf den Preis geachtet.
Allerdings hat sich das dann bei mir geändert als ich Teenager wurde. Da waren mir Trends wichtiger und der Gedanke an Nachhaltigkeit gänzlich fremd. Außer bei Accessoires wie Schuhe und Taschen. Die mussten immer hochwertig sein. Dieses Konsumverhalten zog sich hin bis ich Ende zwanzig war. Dann fing eine Bewußtseinsveränderung an. Nachhaltigkeit wurde mir immer wichtiger. Erst bei der Ernährung, dann bei der Kosmetik und jetzt in allen Bereichen des Lebens.

Und wann entstand die Idee einen eigenen Blog dazu zu schreiben?
Ich hatte diversen Redaktionen, in denen ich gearbeitet habe, vergeblich „Grüne“ Themen angeboten und alle haben abgelehnt. Deshalb habe ich vor über drei Jahren den Blog angefangen.

Was tun Sie persönlich um Nachhaltig zu handeln?
Ich verzichte auf ein Auto, versuche so oft wie möglich zu Fuß zu gehen und/ oder das Fahrrad zu benutzen. Ich möchte das Fliegen reduzieren und wenn ich fliege kompensiere ich den Flug mit Atmosfair (www.atmosfair.de). Ich trenne sorfältig Müll, vermeide ihn so weit wie möglich, wie z.B. durch den Verzicht auf Plastikbeutel beim Einkauf und verwende statt dessen Stoffbeutel oder gegebenenfalls Papiertüten, die dann später als Altpapierbehälter genutzt werden. Ich reduziere meinen Konsum bei Kleidung, Möbel etc. und investiere in qualitativ langlebige und hochwertige, wenn möglich wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig produzierte, Produkte. Zudem kaufe ich lokal angebaute, saisonale Bio-Produke. Vegetarisch zu kochen und sich so zu ernähren ist um Nachhaltig zu handeln sehr gut und ich versuche Strom zu sparen wo immer es möglich ist.

Das Marketing hat die „grüne Zielgruppe“ als LOHAS zusammengefasst. Wie würden Sie aus Ihrer Sicht Personen charakterisieren, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt – sind das Asketen?                                                                              Man muss zwischen Menschen unterscheiden, die sich mit „Nachhaltigkeit“ schmücken, weil es ein angesagter „Lifestyle“ ist und denen, die aus Überzeugung Nachhaltigkeit leben. Denn viele LOHAS konsumieren weiterhin wie gewohnt, nur mit einem „besseren“ Gewissen, weil die Dinge eben „eco“, „bio“ oder „fair trade” sind. Aber das hat wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Die zehnte Jeans aus Bio-Baumwolle hilft der Umwelt nur minimal, wenn man die anderen neun noch lange hätte tragen können. Aus der Sicht einer konsumorientierten Gesellschaft, wo das Anhäufen von Dingen zum Volkssport und vermeintlichen Glück geworden ist, mag ein nachhaltiger Lebensstil asketisch anmuten, aber so bezeichnete Personen würden das natürlich nicht unterschreiben. Im Gegenteil, je mehr man sich mit begrenzten Ressourcen und Umweltschutz befasst, desto mehr wird einem der Irrsinn bewusst und desto weniger möchte man konsumieren, ganz nach dem Motto „The more you know, the less you need!“

Viele Unternehmen schreiben sich Nachhaltigkeit auf die Fahne und geben CSR-Berichte heraus. Glauben Sie, dass sich hier ein neues Bewusstsein bei den Unternehmen entwickelt?                                                                                            Bei einigen schon. Aber vielen ist es noch nach wie vor egal oder sie versuchen den Anschein von Nachhaltigkeit zu vermitteln und betreiben Greenwashing.
Aber mal im Ernst, wieviele Käufer lesen einen mehrseitigen CSR-Bericht, der online gestellt wird? Da muss mehr passieren und ich erwarte von Unternehmen eine proaktivere und transparentere Kommunikation mit ihren Käufern. Ein Beispiel: Coca Cola hat 38 Mio. Dollar letztes Jahr für gemeinnützige Projekte ausgegeben, aber 4,2 Mrd. für „Kundenmanipulation“, sprich Werbung, PR, Marketing. Also nicht einmal 1% der Werbekosten in soziale Projekte, wobei genau genommen, auch das für PR genutzt wird und steuerlich geltend gemacht werden durfte.

Warum ist es so schwierig für Unternehmen nachhaltig zu handeln?
Das frage ich mich allerdings auch. Wenn man bedenkt, wie viel für PR und Marketing ausgegeben wird, könnte das Geld auch zum Teil in eine nachhaltige und faire Produktion investiert werden. Aber am Ende geht es um Geld, um viel Geld, und mit Produkten, die billig produziert und mit hohen Margen verkauft werden, lassen sich eben auch Aktionäre freudig stimmen. Wer möchte sich da schon mit den unwürdigen Arbeitsbedingungen von Menschen in Bangladesh auseinandersetzen.

Gibt es Unternehmen in der Modebranche, die ein gutes Vorbild sind?
Es gibt einige Unternehmen, die mit gutem Beispiel voran gehen, beispielsweise Hess Natur und Grüne Erde. Und es kommen immer mehr Labels, die die Zeichen der Zeit erkannt haben wie z.B. Manomama, Ekn Footwear und Studio Ecocentric.

Mittlerweile gibt es Unternehmen, die die Produktionsschritte, für die sie selbst verantwortlich sind, nachhaltig gestaltet haben. Sie kommunizieren dies aber ungern, weil sie wissen, dass nicht alle ihre Lieferanten nachhaltig wirtschaften.
Die Unternehmen haben Angst, von Kunden des Greenwashings bezichtigt zu werden, weil ihre Beschaffungskette nicht 100% nachhaltig ist. Sind Kunden mittlerweile zu kritisch und sollten diese Bemühungen anerkennen?                      Die Kunden sind immer noch nicht kritisch genug. Es hat sich zwar etwas bewegt, aber nicht so, wie es oft in den Medien dargestellt und von den Menschen wahrgenommen wird. Außerdem gibt es eine gewaltige Lücke zwischen gewünschtem und tatsächlichem Konsumverhalten. Die Gruppe kritischer Konsumenten ist im Verhältnis zur Masse noch gering. Anders sind die stetigen Gewinne von nicht fair und nachhaltig produzierenden Unternehmen nicht zu erklären. Die Produktion umweltfreundlich und fair zu gestalten scheint für große Unternehmen ein langwieriger Prozess zu sein. Warum dies so ist, kann ich nicht genau sagen. Allerdings wird mir ein Unternehmen sympathischer, welches offen zu gibt, dass es ernsthaft an einer fairen und nachhaltigen Produktion arbeitet, dabei aber noch nicht alles zu 100% umgesetzt hat. Wenn sie des Greenwashings bezichtigt werden, müssen sie so professionell und ehrlich sein, sich dem auch zu stellen. Der kritische Käufer wünscht sich einen auf Augenhöhe geführten Dialog mit hoher Transparenz seitens der Produzenten, denn letztendlich versuchen die Unternehmen uns durch Freigabe von Daten immer präziser zum Kauf anzustiften. Warum sollte ich als Kunde transparent sein, wenn die Unternehmen es nicht sind?

Was ist Ihre Meinung über Fairtrade-Siegel und -Zertifikate?
Sie sind zwingend notwenig, damit sich der Käufer orientieren und zurechtfinden kann. Allerdings sind sie oft zu unübersichtlich und nicht transparent genug, was den Endverbraucher überfordert und Eigeninitiative verlangt. Im Vergleich zu diesen Siegeln in der Textilbranche sind die Lebensmittel- und Kosmetikbranche schon weiter. Aber generell werden die Verbraucher nur unzureichend informiert oder gezielt mit Falschinformationen eingedeckt. Überall poppen die Worte grün, bio, fair und nachhaltig auf oder die entsprechenden suggerierenden Farben, sowie unternehmensinterne Siegel, die aber nichts mit sozial-ökologischer Nachhaltigkeit zu tun haben.

Welche drei Tipps können Sie unseren Lesern geben, um nachhaltig zu handeln?                                                                                                                            1. Auf “wirklichen” Ökostrom wechseln, wie z.B. Greenpeace Energy. 2. Beim Kauf mal überlegen, ob man das Produkt wirklich benötigt.
3. Wenn schon “Coffee to go”, dann bitte den eigenen Becher nutzen, um Müll zu vermeiden. Es gibt z.B. einen Mehrwegbecher mit Baristastandards von KeepCup (www.keepcup.com).

Fotograf Sven Schrader: „In der Mode geht es um Emotionen“

Mode braucht Bilder und zwar möglichst unterschiedliche. Entsprechend wichtig sind spezialisierte Fotografen wie Sven Schrader. Im Gespräch erfahren wir, wie man Fotograf wird und er erklärt die Unterschiede zwischen Werbeaufträgen und redaktionellen Arbeiten. Außerdem verrät er, wie man Wasserfälle importiert.

Herr Schrader wie wird man vom Koch zu Deutschlands „most booked“ Fotografen?
Direkt nach der Schule hat man einfach noch andere Träume. Ich wollte damals in die gehobene Gastronomie gehen und war dort auch ein paar Jahre sehr glücklich. Aber irgendwann hatte ich einfach keinen Spaß mehr daran. Durch eine glückliche Fügung kam ich zur Fotografie. Ich habe dann in Berlin ein Fotodesignstudium angefangen, allerdings nie beendet und bin lieber Assistent bei einem Fotografen in Düsseldorf geworden. In dieser Branche interessieren niemanden die Noten auf deinem Zeugnis. Wichtig sind die Projekte die man realisiert hat.

Ihre Projekte scheinen Anklang zu finden. Sie werden regelmäßig mit Preisen für Ihre Arbeit ausgezeichnet. Was macht Ihre Bilder aus?
Meine Bilder entstehen ja meistens in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur. Diese entwickelt die Idee und ich setze sie um. Hier kommt es dann auf meine Bildsprache an, meinen Stil oder meinen Umgang mit Bildretusche. Wenn es beim Shooting regnet dann haben die Models eben nasse Haare. Letztendlich kommt es darauf an ob man als Fotograf die Idee der Agentur, so wie es gewünscht wird, realisieren kann. Da passt mal der eine, mal der andere besser.

Neben der Werbefotografie sind Sie auch für Modemagazine tätig. Was ist generell der größte Unterscheid zwischen werblicher und redaktioneller Fotografie?
In der Werbung arbeitet man natürlich sehr konzeptionell. Die Werbeagenturen schicken Scribbles mit ihrer Grundidee und diese wollen sie umgesetzt sehen. Also bleibt man als Fotograf ziemlich dicht an diesem vorgegeben Layout. Das wichtigste ist hier die Vorbereitung. Wo finde ich eine Location die genauso so aussieht, Genehmigungen und und und.
Für ein Modemagazin wird man vom Kunden gebucht und hat relativ viele Freiheiten. Es geht darum eine Emotion rüberzubringen. Natürlich kommt es vor das es schon eine Idee gibt, die zur Mode passt oder ein bestimmtes Set gebaut wird. Das hängt aber vom Budget ab.

Apropos Budget: Gestaltet sich eine Werbeshooting also wesentlich kostenintensiver als ein Modeshooting?
Das kann man pauschal nicht sagen. Eine Werbeshooting kann natürlich abhängig von der Anzahl der Motive und dem Ort schnell 100.000 Dollar kosten. Aber auch ein Shooting für Vogue oder ähnliche Hochglanzmagazine kann mit Set und ein paar bekannten Models bei 50.000 Dollar liegen.


Welche Unterschiede gibt es bezüglich des Timings? Bei solchen Summen sind Shootings doch Monate vorher bekannt oder?
Das sollte man denken aber in der Praxis sieht es ganz anders aus. Erst letzte Woche habe ich erst ein paar Tage vorher einen Auftrag bekommen. Eigentlich brauch man 2-3 Wochen Vorlaufzeit. Da war ich in heller Aufregung.
Es gibt aber auch Fälle da weiß man einen Monat vorher,was geplant ist. Das hält sich ungefähr die Waage. Unterschiede zwischen Redaktion und Werbung gibt es da keine.

Bevorzugen Sie eigentlich eine der beiden Disziplinen?
Persönlich mag ich Werbejobs fast lieber. Es gibt natürlich immer Solche und Solche. Und ich liebe coole, innovative Ideen und die Abwechslung. Es kann vorkommen, das man den Hintergrund in Argentinien fotografiert, einen Wasserfall in Kapstadt und das Model in Deutschland. Hinterher wird dann alles zusammen gebaut. Perfekt ist es nur dann, wenn es hinterher keinem auffällt!
In der Modefotografie mag ich persönlich das unvorhersehbare; manchmal passieren während eines Shootings Dinge, an die man vorher gar nicht dachte.und man ändert spontan das Konzept.

An welchen Projekten arbeiten Sie aktuell?
Ich habe gerade eine Kampagne für Gard Haarpflegeprodukte geschossen. Das war eigentlich ein Werbejob aber die Bilder könnten genauso in einem Modemagazin veröffentlicht werden. Nebenbei realisiere ich Filmprojekte, kleine Geschichten, die von der Bildsprache für Werbeagenturen interessant seien könnten und baue so mein Portfolio in Richtung Werbespot auf.

Zur Homepage von Sven Schrader

Interview mit Jutta Melchers zum „1982 Modelcontest“

Das Modelabel 1982 veranstaltete im Jahr 2010 einen Modelwettbewerb, um den Launch der Marke zu Promoten. Hierzu sprach ich mit Jutta Melchers, Abteilungsleiterin Public Relations bei Takko Fashion und PR-Verantwortliche für 1982, die an der Planung und Ausrichtung maßgeblich beteiligt war.

Warum haben Sie einen solchen Wettbewerb veranstaltet?
Wir haben im März 2010 damit begonnen, unsere Vertriebslinie „1982“ nach einer zweijährigen Testphase auszurollen. Um die erste Neueröffnungswelle zu promoten, haben wir ein zusätzliches PR-Konzept entwickelt, um die einzelnen Filialen am jeweiligen Standort bekannt zu machen, zusätzlichen Kunden-Traffic zu generieren und langfristig die Marke „1982“ zu etablieren.

Wie sieht die Planung eines solchen Wettbewerbs aus und wer ist alles involviert?
Im Vorfeld wurde eine 1982-Homepage erstellt, inklusive Microsites für jede Stadt, in der eine Filiale eröffnet. Das waren Amsterdam, Berlin, Frankfurt und Pforzheim. Auf der Microsite konnten die Teilnehmerinnen ihre Bewerbungsfotos hochgeladen. Parallel dazu waren an jeweils zwei aufeinander folgenden Wochenenden 1982-Promotionteams inkl. Fotograf in lokalen Clubs der jeweiligen Stadt unterwegs, um nach interessanten Gesichtern zu suchen. Auch diese standen nachher im Anschluss auf der Microsite zur Ansicht. In die Planung eingestiegen sind wir Anfang Mai 2010, die erste konkrete Umsetzung am ersten Standort fand Ende Juli statt. Wir haben also rund 3 Monate benötigt. Beteiligt waren dabei unsere Fashion PR Agentur Karkalis PR und die PR-Abteilung von 1982.

Warum haben Sie keinen bundesweiten Medienpartner gewählt?
Der Aktions-Claim „1982 – Style of your City“ sollte bewusst auf jede Stadt übertragbar sein und so die Möglichkeit bieten, diverse lokale Aktionen zu verbinden Mit der PR-Botschaft „Wir suchen attraktive und stylische Frauen, die aus xxx stammen“ haben wir bewusst auf den Lokalpatriotismus der Medien gesetzt, was die Wahrscheinlichkeit der Berichterstattung erhöht hat. Darum haben wir uns entsprechend auch für regionale Medienpartner entschieden, um diesen besonderen Gedanken des Contests noch zu verstärken und den PR-Effekten in den einzelnen Städten gezielt zu erhöhen.

Was war der Unterschied zu anderen Modelwettbewerben von anderen Modeunternehmen?
Unser Modelwettbewerb war natürlich ein regionalisierter Wettbewerb, der dennoch einen übergreifenden Charakter hatte, da wir in mehreren Städten gleichzeitig nach Nachwuchsmodels gesucht haben. Ein weiterer Unterschied war, dass die Teilnehmerinnen sich sowohl selbst anmelden konnten, als auch gecastet wurden.

Aus wie vielen „Runden“ bestand der Wettbewerb?
Nach der Anmeldephase folgte eine interne Auswahl der besten drei Teilnehmerinnen. Diese drei Finalistinnen wurden dann zu einem Probe-Shooting nach Berlin eingeladen. Darauf folgte erneut eine interne Auswahl der Gewinnerin. Diese wurde dann am Tag der Store-Eröffnung bekannt gegeben.

Was genau beinhaltete der Contest alles für die Kandidatinnen?
Neben einem Wochenende in Berlin mit einem professionellen Foto-Shooting gewannen die Finalistinnen einen Warengutschein von 1982 im Wert von 1000€ für die Gewinnerin und je 200€ für die Zweit- und Drittplatzierte. Außerdem bekamen sie alle ihr Bildmaterial des Shootings. Die Gewinnerin wurde zudem im Store, als auch in der Presse, veröffentlich.

Werden weitere Modelwettbewerbe folgen?
Aktuell ist für die Marke1982 kein weiteres PR-Projekt dieser Art geplant. Aber die Resonanz war sehr gut. Pro Stadt haben ca. 500 Mädchen teilgenommen, also insgesamt ca. 2500.

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Würden Sie dieses „Konzept“ grundsätzlich als gute PR Maßnahme für ein Modeunternehmen beschreiben?
Ja, auf jeden Fall. Modelcontests sind – auch wenn die Idee nicht neu ist – für Modeunternehmen immer wieder eine resonanzträchtige Aktion, da nach wie vor das Interesse von Medien und Teilnehmern sehr groß ist. Die Chance, über einen solchen Wettbewerb erste Erfahrungen im Model-Business zu machen, ist für viele junge Frauen und Mädchen immer noch reizvoll. Gerade regionalisierte Aufrufe bzw. Wettbewerbe von Unternehmen werden dabei stark frequentiert, da hier die Hemmschwelle scheinbar niedriger ist, als sich direkt bei einer Modelagentur um einen Vertrag zu bemühen. Wir haben zahlreiche Veröffentlichungen in den regionalen und überregionalen Medien mit dem Wettbewerb erzielt und zudem deutlich erhöhten Traffic bei den Neueröffnungen gehabt, so dass unser Konzept an dieser Stelle erfolgreich gegriffen hat.

Vielen Dank Frau Melchers!

Nachgefragt bei Miriam Müller, JOY.DE

Was ist der konkrete Unterschied zwischen einer Produktveröffentlichung in der Printausgabe der Joy und auf Joy.de?
Der gravierendste Unterschied ist, dass wir im Onlinebereich oft Produkte in Serien veröffentlichen, während in der Printausgabe auch gerne mal Einzelprodukte abgebildet werden. Bei uns ist es natürlich themenabhängig, wenn es zum Beispiel um das Thema Sonnenschutz geht, haben wir eine ganze Reihe an Produkten die wir publizieren.

 

Wie entscheiden Sie, welche Produkte Sie auf joy.de veröffentlichen?
Wie schon erwähnt haben wir einen Themenplan an dem wir uns orientieren und an den wir uns halten. Man erhält natürlich sehr viele Produktvorschläge von Agenturen, die wir sammeln und wenn sich ein Thema ergibt, veröffentlicht werden.

Und woher wissen Sie, was zu Ihren Userinnnen passt?
Die Joy-userin ist eher verspielt. Sie liebt süßes und mädchenhaftes. Das merkt man vor allem wenn wir etwas glitzerndes von Hello Kitty auf unserer Facebook Seite posten- da bekommen wir die stärkste Resonanz.

Orientieren Sie sich an Veröffentlichungen in anderen Internetportalen?
Natürlich schaut man sich bei der Themenfindung oder zur Trendrecherche die Seiten der Konkurrenz an und lässt sich inspirieren.

Lesen Sie die Fachpresse (Textilwirtschaft & co.) um sich zu informieren?
Wenig! Die Inhalte sind sehr Branchen spezifisch. Anders als in der Printausgabe sind wir bei joy.de nur zu zweit und sind nicht spezialisiert auf einen bestimmten Bereich. Wir machen von Mode über Beauty und Stars alles und haben leider zu wenig Zeit um tief gehend eine einzelne Disziplin zu recherchieren.

Was sollte ein PR-Verantwortlicher besser nicht tun, weil es Sie stört?
Ich persönlich finde es immer sehr störend, wenn man riesige Emails von Agenturen mit allen möglichen Produkten erhält, die man gar nicht angefragt hat.

Und was hingegen ist ein guter Service, der die Wahrscheinlichkeit eines Abdrucks erhöht?
Ich bevorzuge ein kurzes Telefonat, in dem gefragt wird, was wir bei unseren einzelnen Themen gebrauchen könnten. Es gibt natürlich Dinge wie Bademode oder Dessous, die immer gehen.

Was nutzen Sie für Ihre Arbeit am intensivsten: a)Gedruckte Lookbooks und Pressemappen b)Emails mit Anhang c)Den Pressebereich auf Websites der Unternehmen?
Also wir nutzen hauptsächlich zwei Dinge. Die Lookbooks die wir zugesendet bekommen, werden natürlich gesammelt, damit sie griffbereit sind. Bildmaterial und Freisteller werden von den CDs auf unseren Server geladen und geordnet Die Pressebereiche auf Websites nutzen wir eigentlich nur wenn wir etwas ganz bestimmtes suchen und genau wissen, dass wir es bei einer bestimmten Agentur gesehen haben.

Nutzen Sie auch Social Media-Tools für Ihre Arbeit?
Wir nutzen Facebook sehr stark für unsere Fans und sind dort sehr aktiv. Außerdem haben wir eigene Videos auf joy.de. Mit Twitter haben wir mal angefangen aber es war leider zu marginal.

Ist Ihnen in Bezug auf das Verhältnis von Medien zu Pressestellen, im Laufe Ihrer Karriere eine Veränderung der Branche aufgefallen?
Es fällt besonders auf das der Onlinebereich immer wichtiger wird. Auch Apps und Tablet PCs bieten heute ganz neue Möglichkeiten. Im Bezug auf die Arbeit mit PR Agenturen hat sich die Arbeit in den letzten Jahren durch das Internet sehr vereinfacht. Jeder kann Dropbox verwenden- das ist eine wahnsinnige Erleichterung.

Wie wichtig schätzen Sie das Medium Joy, für die Beziehung zu Fashion PR Agenturen ein?
Die Joy ist natürlich in Deutschland sehr bekannt und etabliert. Bisher gab es keine Probleme Produkte zu erhalten.